Was möchte dein Leben dir in diesem Herbst zeigen?

Journaling im Herbst

Bewusster Herbst: Warum der Herbst
eine besondere Zeit für Selbstreflexion ist.

Wenn du
immer nur weitermachst,
hörst du dich selbst nicht mehr

 

Im Alltag läuft vieles einfach so weiter – auch dann, wenn es sich längst nicht mehr richtig anfühlt.

Arbeit, Familie, Verpflichtungen, Termine. Eine Aufgabe folgt auf die nächste. Du kennst es bestimmt. Und dann bleibt für die eigenen Gedanken oft nur wenig Raum. Vieles, das dich im inneren schon seit längerem beschäftigt, verschiebst du einfach auf später.

Im Sommer funktioniert das noch recht leicht. Die Tage sind lang, es gibt Pläne, Begegnungen und Ablenkung. Doch wenn der Herbst beginnt und es draußen wieder ruhiger wird, werden so manche Gedanken wieder lauter.

Vielleicht bist du unzufrieden mit deinem Beruf. Vielleicht fühlt sich eine Beziehung anders an als früher. Vielleicht fehlt dir etwas, ohne dass du genau sagen kannst, was es ist.

Kennst du diesen  Gedanken?

„Da muss es doch noch etwas anderes für mich geben.“

Der Herbst kann genau für solche Gedanken ein guter Zeitpunkt sein, ihnen Gehör zu schenken und sie nicht wieder einfach so beiseite zu schieben.

Der Herbst
schafft etwas,
das dir im Alltag oft fehlt: Abstand

Der Herbst verändert den Rhythmus des Jahres. Die Tage werden wieder kürzer, die Natur zieht sich zurück und vieles verlagert sich wieder nach innen.

Das kann für dich eine perfekte Gelegenheit sein.

Du musst dafür weder verreisen noch dein Leben komplett umstellen. Manchmal reicht es, schon aus, kleine Inseln zu schaffen: einen Spaziergang ohne Podcast, eine Tasse Kaffee ohne Handy oder eine halbe Stunde nur Zeit für dich.

Denn wenn du nicht ständig im Außen bist, bemerkst du viel leichter, was in dir gerade deine Aufmerksamkeit braucht.

Gedanken, die du lange verdrängt hast. Wünsche, die bisher keinen Platz hatten. Oder eine Unzufriedenheit, die du dir selbst bislang schönzureden versucht hast.

Selbstreflexion beginnt genau dort: Du nimmst wieder wahr, was wirklich in deinem inneren passiert.

 

Was stimmt für mich
eigentlich noch?

 

Selbstreflexion muss gar nicht mit der großen Frage beginnen:

„Was soll ich mit meinem Leben machen?“

Diese Frage erscheint vielleicht vorerst viel zu groß. Beginne lieber bei dem, was gerade tatsächlich da ist.

Was fühlt sich schwer an?

Welche Situation kostet mich immer wieder mehr Energie, als sie mir gibt?

Bei welchen Menschen kannst du ganz du selbst sein – und wo merkst du, dass du dich verstellst?

Welche Aufgaben möchtest du eigentlich schon längst gar nicht mehr übernehmen?

Vielleicht gibt es einen Lebensbereich, bei dem du immer wieder denkst:

„Eigentlich möchte ich das gar nicht mehr.“

Nimm solche Gedanken ernst.

Das bedeutet nicht, dass du sofort eine Entscheidung treffen musst. Aber wenn ein Gedanke immer wieder auftaucht, lohnt es sich, ihm Aufmerksamkeit zu schenken.

Denn manchmal wächst Veränderung lange, bevor du sie in Worte fassen kannst.

Die Bäume verlieren ihre Blätter nicht aus Angst - sondern im Vertrauen auf einen neuen Frühling.

Rica May

Was habe ich mir selbst
angewöhnt
auszuhalten?

 

Diese Frage kann unbequem sein.

Denn wir gewöhnen uns an vieles.

An einen Beruf, der uns nicht mehr erfüllt. An zu wenig Zeit für uns selbst. An Beziehungen, in denen wir ständig zurückstecken. An einen Alltag, der funktioniert, sich aber innerlich immer weniger nach dem eigenen Leben anfühlt.

Das Schwierige daran: Was wir lange erleben, fühlt sich irgendwann normal an.

Deshalb lohnt sich ein ehrlicher Blick auf deine Gewohnheiten.

Was akzeptierst du heute als selbstverständlich, obwohl du früher einmal anders darüber gedacht hast?

Wo sagst du dir „Es geht schon“, obwohl du eigentlich weißt, dass es nicht mehr gut für dich ist?

Und wo hast du deine eigenen Bedürfnisse so lange zurückgestellt, sodass du sie kaum noch wahrnimmst?

Vielleicht stellst du dabei fest, dass dir gar nicht die Klarheit fehlt.

Vielleicht weißt du längst, dass etwas nicht mehr passt – erlaubst dir aber noch nicht, diese Erkenntnis ernst zu nehmen.

 

Und was
möchte ich stattdessen?

 

Wenn du erkennst, was nicht mehr zu dir passt, öffnet sich eine andere Frage:

Was möchtest du stattdessen?

Auch darauf brauchst du nicht sofort eine Antwort.

Du musst heute noch gar nicht wissen, welchen Beruf du in einem Jahr ausüben möchtest. Du musst keinen fertigen Plan für dein neues Leben haben.

Vielleicht weißt du zunächst nur:

„So wie bisher möchte ich nicht mehr weitermachen.“

Das ist bereits eine sehr wertvolle und wichtige Erkenntnis.

Denn Veränderung beginnt meistens nicht mit einem konkreten Ziel. Viel häufiger beginnt sie damit, dass du wieder spürst, wie du eigentlich leben möchtest.

Nicht welchen Status du erreichen willst.
Nicht, was vernünftig wäre.
Nicht, was andere von dir erwarten.

Sondern:

Wie möchtest du dich in deinem eigenen Leben fühlen?

Vielleicht freier. Lebendiger. Selbstbestimmter. Sicherer. Verbundener. Vielleicht möchtest du mehr Sinn in deinem Alltag erleben oder wieder stärker das Gefühl haben, dein eigenes Leben zu gestalten.

Diese Antwort kann dir wertvolles über deine Richtung verraten.

Selbstreflexion bedeutet nicht, alles infrage zu stellen

Vielleicht denkst du beim Lesen:

„Wenn ich erst einmal anfange hinzuschauen, muss ich am Ende mein ganzes Leben verändern.“

Nein.

Selbstreflexion bedeutet nicht, dass plötzlich alles falsch ist.

Vielleicht passt ja dein Beruf grundsätzlich zu dir, aber deine Arbeitsweise nicht mehr.

Vielleicht liebst du deine Beziehung, aber hast dich selbst darin zu sehr zurückgenommen.

Vielleicht möchtest du nicht wegziehen, sondern einfach wieder mehr Zeit für Dinge haben, die dir Freude machen.

Vielleicht brauchst du tatsächlich keine große Veränderung. Vielleicht brauchst du nur mehr Erlaubnis, dein Leben nach deinen eigenen Bedürfnissen auszurichten.

Darum geht es bei bewusster Selbstreflexion:

nicht um ein Alles-oder-nichts, sondern um Ehrlichkeit.

Du darfst erkennen, was nicht mehr passt, ohne sofort zu wissen, was daraus folgt.

Du darfst Wünsche haben, ohne bereits einen Plan zu besitzen.

Und du darfst feststellen, dass sich etwas verändern soll, auch wenn dein nächster Schritt noch nicht feststeht.

 

Deine persönliche Herbstreflexion

 

Wenn du diese Zeit bewusst für dich nutzen möchtest, nimm dir ein Journal oder ein leeres Blatt Papier und schreibe einfach drauf los, ohne Anspruch auf die perfekte Antwort.

Beginne mit diesen Fragen:

Was beschäftigt mich gerade immer wieder?

Wo in meinem Leben sage ich „Es ist schon okay“, obwohl es sich nicht wirklich okay anfühlt?

Was habe ich in den vergangenen Monaten über meine Bedürfnisse, Grenzen und Wünsche gelernt?

Was vermisse ich in meinem Leben?

Wonach sehne ich mich wirklich?

Was würde ich mir erlauben zu wollen, wenn die Erwartungen anderer keine Rolle spielen würden?

Und schließlich:

Was wäre ein kleiner Schritt, mit dem ich mich selbst wieder ernster nehme?

Schreib nicht das auf, was vernünftig klingt. Schreib das auf, was tatsächlich in dir auftaucht.

Du brauchst keine schöne Erkenntnis.

Vielleicht steht dort zunächst nur:

„Ich weiß noch nicht, was ich möchte. Aber ich weiß, dass ich etwas verändern möchte.“

Auch das ist wertvoll.

Denn Klarheit entsteht nicht immer auf einmal. Manchmal beginnt sie mit einem ehrlichen Satz.

Wenn hinter den Fragen noch eine größere Frage steckt

Vielleicht merkst du beim Schreiben, dass es dir nicht nur um eine einzelne Situation geht.

Vielleicht fragst du dich inzwischen:

Was möchte ich eigentlich mit meinem Leben machen?

Welche Richtung passt wirklich zu mir?

Was könnte eine Tätigkeit sein, die mich erfüllt?

Wo liegen meine Stärken – und was möchte ich durch mein Leben ausdrücken?

Wenn dich diese Fragen beschäftigen und du dir nützliche Tools wünschst,  kannst du hier tiefer in deinen Seelenweg und deine Berufung eintauchen. 

 

Wenn aus Reflexion
ein bewusster Übergang wird

 

Der Herbst kann ein erster Raum sein, um innezuhalten und einfach mal ehrlich hinzuschauen. Und vielleicht möchtest du das aber auch darüber hinaus für dich nutzen, um das vergangene Jahr bewusst abzuschließen und dich auf das neue auszurichten.

Genau dafür kann der Advent und die  Rauhnächte eine ganz  besondere Zeit für dich werden. Mein Rauhnächte Set begleitet dich genau durch diese magische Zeit.

Der Herbst
darf eine Zwischenzeit sein

Der Herbst ist eine besondere Zeit zwischen den Jahreszeiten.

Der Sommer ist vorbei, der Advent noch nicht da. 

Du darfst zurückschauen.

Du darfst erkennen, was sich verändert hat.

Du darfst wahrnehmen, was dir fehlt und wonach du dich sehnst.

Und du darfst offenlassen, wohin dich diese Erkenntnisse führen.

Denn nicht jede Antwort muss sofort gefunden werden.

Aber die Fragen dürfen endlich gestellt werden.

Vielleicht brauchst du gerade keinen neuen Plan. Keine neue Methode. Keine Entscheidung, die dein ganzes Leben verändert.

Vielleicht brauchst du zuerst einen ehrlichen Blick auf dein eigenes Leben.

Auf das, was sich richtig anfühlt.
Auf das, was schwer geworden ist.
Auf das, was du vermisst.
Auf das, wonach du dich sehnst.

Veränderung:

Sie beginnt in dem Moment, in dem du aufhörst, dich selbst zu übergehen.

Und vielleicht ist genau deshalb dieser Herbst die richtige Zeit für dich, einfach mal wieder ehrlich hinzusehen.

Um herauszufinden, welches Leben sich für dich ganz nach deinem eigenen anfühlt.

Wenn es dir leichter fällt Antworten zu finden was du nicht mehr willst und du mehr erfahren möchtest zu was will ich wirklich, kann dieser Beitrag sehr hilfreich für dich sein. Hier gelangst du direkt zum Beitrag; Was will ich wirklich?

Allerdings, wenn du bereits weist, was du willst du aber zwischen den Stühlen stehst und abwiegst zwischen Sicherheit oder doch Veränderung, findest du hier Klarheit – Sicherheit oder Veränderung?

 
 

Wenn die Tage kürzer werden, entsteht Raum für neue Gedanken und Zeit für kleine Rituale. Entdecke Ideen, die dich durch den goldenen Herbst bis in den Advent begleiten. 

Wenn du spürst, dass sich in dir etwas verändert, aber nicht genau weißt, wohin dein Weg führen soll, beginnt oft eine wichtige Zeit, die Zeit, wieder genau hinzuhören.

In der stillsten Zeit des Jahres darf Neues entstehen. Diese besondere Zeit lädt dich dazu ein, innezuhalten und dich bewusst auf das neue Jahr auszurichten. Entdecke Rituale, und Inspirationen für deine Rauhnächte und den Jahresweschsel.

Vielleicht führt dein Weg gerade durch Zeiten voller Fragen und Veränderungen. Entdecke Gedanken und Inspirationen, die dir helfen dich selbst besser zu verstehen, neue Perspektiven zu gewinnen und deiner Berufung näherzukommen.