Was will ich wirklich? Selbstfindung & Klarheit





Nicht, was du tun solltest. Nicht, was für andere gut aussehen würde. Nicht, was gerade am vernünftigsten wäre. Nicht, was gerade Trend ist.

Sondern das, was deine innere Stimme dir schon leise zuflüstert.

Vielleicht fühlst du dich in deiner Arbeit nicht mehr wohl. Hier zeigt es sich sehr schnell, denn immerhin verbringen wir acht Stunden dort.

Vielleicht hast du einen sicheren Arbeitsplatz, eine gute Ausbildung genossen und einen Weg eingeschlagen, auf den andere richtig stolz sind. Ja, von außen betrachtet gibt es vielleicht gar keinen offensichtlichen Grund, etwas zu verändern, aber trotzdem taucht immer wieder das Gefühl auf, dass war noch nicht alles.

Dann folge diesem Gefühl und lass dich nicht von deinem Umfeld verleiten. Denn ich kenne es aus eigener Erfahrung: Sie kommen sehr schnell, die Stimmen im Außen.


 Hier darfst du dich genau beobachten. Ja, die Stimmen kommen. Aber es gibt auch deine innere Stimme, die AUCH Aufmerksamkeit möchte.

Du kennst es bestimmt: Du hast einen Wunsch – und findest zehn Gründe, warum es nicht geht. Du spürst, dass dich etwas anderes ruft – und fragst dich gleichzeitig, ob du dir das überhaupt erlauben darfst. Du findest zig Ausreden, warum es nicht funktionieren wird.

Dabei musst du in diesem Moment noch gar nicht wissen, was du stattdessen machen möchtest. Du musst nicht alles verändern oder eine perfekte Antwort darauf haben, wie deine nächsten zehn Jahre aussehen sollen.

Es reicht fürs Erste, deinen eigenen Wunsch einfach nur nicht mehr wegzuschieben und dich zu fragen:

Solche Fragen können wieder etwas sichtbar machen, das im Alltag schnell untergeht: deine eigene Stimme. Um wieder mit dir in Kontakt zu kommen, braucht es manchmal gar nicht viel.


Ich erinnere mich noch sehr gut an diese Zeit. Und vielleicht kennst auch du diese Momente, in denen du eigentlich schon weißt, dass etwas für dich nicht mehr stimmt, aber den Popo nicht bewegst.

Du merkst es auf der Arbeit – weil sie dich nicht mehr erfüllt, an deiner inneren Unruhe in deiner Beziehung, an bestimmten Gedanken, die immer wieder auftauchen, aber wir sind ja kreativ und finden sofort eine Erklärung, warum…

All diese Gedanken können berechtigt sein. Aber sie beantworten halt nicht die eigentliche Frage: Was sagt eigentlich deine eigene Stimme dazu?

Dir selbst ehrlich zuzuhören bedeutet, genau dort zu schauen, was dich innerlich bewegt. Auf das, was dich lebendig macht. Auf das, wonach du dich sehnst. Und genauso auf das, was dich immer wieder zurückschreckt.

Denn auch Widerstand erzählt etwas.

Wenn du bei dem Gedanken an eine Veränderung sofort Angst bekommst, heißt das nicht automatisch, dass es die falsche Richtung ist. Vielleicht bedeutet es, dass dir etwas wichtig ist.

 Vielleicht steht hinter der Angst nicht nur die Sorge vor dem Unbekannten, sondern auch die Frage, was passieren würde, wenn du dich tatsächlich entscheiden würdest.


Deshalb lohnt es sich wirklich, genauer zu unterscheiden:

Solche Fragen bringen dich näher an das, was wirklich in dir vorgeht.

Höre dir ehrlich zu und hinterfrage dein „Warum nicht?“.

Denn wenn wir es gewohnt sind, nach den Vorstellungen anderer zu leben und die eigenen Bedürfnisse lange von äußeren Umständen gestalten zu lassen, ist es völlig normal, dass du zunächst gar nicht weißt, was dein eigener Weg ist.

Woher denn? Die Ablenkung ist groß.

Wenn du beginnst, dir diese Fragen wirklich zu stellen, verändert sich etwas. Du hörst auf, nur auf äußere Anforderungen zu reagieren und beginnst wieder, deine eigenen Bedürfnisse, Werte und Wünsche wahrzunehmen.

Genau daraus entsteht innere Klarheit.

Und sehr oft ist genau das der Moment, in dem aus einem vagen Gefühl Klarheit entsteht und daraus ein eigener Wunsch wird.

Und aus einem eigenen Wunsch kann eine Richtung entstehen. Doch wenn du weißt, was du wirklich möchtest, stellt sich die nächste Frage: Wie richtest du dich darauf aus?

In meinem Beitrag „Wie du dich auf deinen Seelenweg ausrichtest“ geht es genau darum: um deine innere Ausrichtung und darum, wie du deinen eigenen Weg bewusst ausrichten kannst.

→ Wie du dich auf deinen Seelenweg ausrichtest


Manchmal führt die Frage „Was will ich wirklich?“ irgendwann zu einem ganz konkreten Lebensbereich: deiner Arbeit.

Denn es tauchen völlig neue Fragen auf, denn zwischen dem Wunsch nach Veränderung und dem Bedürfnis, diesem Gefühl zu folgen, gibt es etwas dazwischen – die Frage nach Sicherheit oder Veränderung.

Lass dich von dieser Frage nicht abbringen. Ich habe darüber geschrieben, weil ich selbst immer dachte, es gibt nur entweder oder. Aber so ist es nicht.